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Avatar von Andreas Micksch

Dass Systeme mit der Zeit stärker werden, halte ich für einen natürlichen Prozess. Das eigentliche Problem beginnt dort, wo der Einzelne den praktischen Einfluss auf die Bedingungen seines eigenen Lebens verliert.

Ich habe mehrfach Gerichte angeschrieben, auf meine Wohnungslosigkeit hingewiesen und ausdrücklich um einen funktionierenden Kommunikationsweg gebeten. Dennoch wurden Entscheidungen über Zustellwege übermittelt, von denen die Gerichte wussten oder zumindest wissen konnten, dass ich sie faktisch nicht mehr zuverlässig nutzen konnte.

Formal blieb mein Recht auf Rechtsschutz bestehen. Praktisch verlor ich die Möglichkeit, auf das Verfahren wirksam einzuwirken.

Genau darin liegt aus meiner Sicht das eigentliche Problem moderner Systeme: Nicht die Macht an sich ist entscheidend. Entscheidend ist, ob der Mensch noch eine reale Möglichkeit besitzt, auf die Systeme einzuwirken, von denen seine eigene Existenz abhängt. Wo diese Möglichkeit verloren geht, bleibt Freiheit oft nur noch eine formale Zusicherung.

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